Blick hinter die Kulissen der Lichter

Wenn man durch die Stadt Halle geht, findet man an vielen Stellen Hinweise auf „die magischen Lichterwelten“ im Bergzoo in Form von Plakaten, Aufstellern und leuchtenden Figuren. Diese außergewöhnliche Ausstellung von leuchtenden Tieren, Pflanzen und magischen Wesen hat in den ersten zwei Wochen bereits 25 000 Besucher angelockt. Ich habe eine Mitarbeiterin der Zoos interviewt und möchte in diesem Artikel einen Blick hinter die Kulissen werfen.

20 Chinesische Arbeiter sind am 2. Januar 2018 in Halle eingetroffen, um die magischen Lichterwelten aufzubauen. Ein Großteil dieser Arbeiter sind Handwerker und Künstler und einige Elektriker, aber zum Beispiel auch eine Köchin, da sie nicht auf ihr gewohntes chinesisches Essen verzichten wollten. Die Arbeiter sprechen ausschließlich chinesisch, mit Ausnahme der Dolmetscherin, welche zusätzlich fließend englisch spricht und die einzige Verständigungsmöglichkeit zwischen den Chinesen und den Mitarbeitern des Zoos darstellt.

Hinter der Reilschen Villa wurden zwei große Zelte aufgebaut. Eines, um darin zu kochen und zu essen und das andere als Werkstatt zum Anfertigen und Reparieren der Figuren. Ein großer Teil der Figuren wird jedoch aus China hierher transportiert. Zur Herstellung der Figuren wird zunächst ein Metallgestell angefertigt und später mit farbigen Stoffen überzogen, welche teilweise mit Hand bemalt und verziert werden.

Genau einen Monat hatten die chinesischen Arbeiter Zeit, die Ausstellung für die Besucher fertig zu stellen. Dazu gehörte nicht nur die Herstellung und Platzierung der Figuren, sondern auch der jeweilige Anschluss an eine elektrische Leitung. Hierbei war eine enge Zusammenarbeit mit den Elektrikern des zoologischen Gartens notwendig, um genügend Anschlüsse zu finden und gleichzeitig den elektrischen Betrieb der Tiergehege intakt zu halten.

Eine weitere Herausforderung stellte der Sturm „Frederike“ Ende Januar dar. Die zum Teil noch nicht ganz fest installierten Figuren mussten schnell sturmsicher gemacht werden. Glücklicherweise entstanden dadurch keine größeren Schäden und alles konnte wie geplant weitergehen.

Anfang Februar war es dann soweit, die Lichterwelten sollten eröffnet werden. Ein Großteil der Handwerker konnte wieder nach China zurückkehren, dafür kamen vier Darsteller für die Bühnenshow in Halle an.
Am 2. Februar folgte eine feierliche Eröffnung mit dem Oberbürgermeister der Stadt und ab dem 3. Februar stand die Ausstellung den Besuchern offen.

Zum Abschluss möchte ich noch ein paar besondere Ausstellungsstücke hervorheben:
Am Eingangsbereich befindet sich ein 40 Meter langer Drache, welcher sich durch die Baumreihe schlängelt. Oben auf dem Berg stehen die 12 chinesischen Tierkreiszeichen und die vier mythischen Wesen der Himmelsrichtungen.

Die magischen Lichterwelten können noch bis zum 11. März 2018 im Bergzoo Halle besucht werden.

Swantje Paulsen (9b)

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