Die neue Oberstufenverordnung

Die neue Oberstufenverordnung scheint vorerst einmal festzustehen. Hier gibt es also die aktuellen Informationen zu der Oberstufenverordnung, die 19/20 in Kraft treten soll.

 Erst einmal zu den allgemeinen Informationen zu der Oberstufe, zu welcher die zehnte Klasse die Einführungsphase darstellt. Die elfte und zwölfte Klasse bilden dann die Qualifikationsphase. Mit Beginn der elften Klasse werden Punkte für das Abitur gesammelt. Die beiden Klassen der Oberstufen hängen also zusammen und bilden zusammen ein Ganzes.
Dabei besteht die Oberstufe aus einer Mischung aus vorgeschriebenen Bedingungen und Wahlmöglichkeiten.

 Allerdings erfolgt ab nächstem Schuljahr ab der Qualifikationsphase keine Klassenaufteilung mehr. Der Unterricht findet dementsprechend nur noch in den Kursgruppen statt. Jeweils von der Jahrgangsstärke und den Kurswahlen abhängig, werden einige Kurse Tutorenkurse und ersetzen somit die bis jetzt vorhandenen Klassen.

Ab dem Schuljahr 19/20 erhält jeder Schüler der Oberstufe also seinen ganz individuellen Stundenplan, was allerdings auch noch mehr Nachmittagsunterricht zur Folge hat.

Auch eine stärkere Betonung der Wissenschaftspropädeutik ist neu. Die Facharbeit wird die Hälfte der sonstigen Mitarbeit in dem für die Arbeit gewähltem Fach, also 30 %, ausmachen.

Die angebotenen Fächer werden in zwei Kategorien eingeteilt.

Die erste ist die „äußere Kategorie“, in welcher die Fächer in drei Unterkategorien aufgeteilt werden:

  • Kernfächer (3- bis 5-stündig)
  • Profilfächer (3- bis 5-stündig)
  • Wahlpflichtfächer (2- bis 3-stündig).

 Die zweite Kategorie ist die der „weiteren Aufgabenfelder“. Dabei wird ebenfalls in drei Unterkategorien unterteilt:

  • das sprachlich-musisch-künstlerische Aufgabenfeld,
  • das gesellschaftswissenschaftliche Aufgabenfeld,
  • das mathematisch-naturwissenschaftlich-technische Aufgabenfeld

 Aus diesen werden die Kurse gewählt.

Dabei gilt, dass die Kernfächer, also Deutsch, Mathematik und Geschichte, alle gewählt werden müssen. Bei den Profilfächern gilt bei der Kombination: entweder eine Naturwissenschaft und zwei Fremdsprachen oder zwei Naturwissenschaften und eine Fremdsprache.

Als Profilfächer werden gewertet:

 

  • Physik
  • Englisch
  • Chemie
  • Latein
  • Biologie
  • Französisch
 
  • Russisch
 
  • Spanisch

 

Alle Kernfächer und Profilfächer können 3- oder 5-stünig ausgewählt werden. Einzig Geschichte ist nur dreistündig möglich.

 

Aus den Wahlpflichtfächern, werden zuerst die obligatorischen Wahlfächer gewählt, welche jeweils zweistündig unterrichtet werden.

 

katholische Religion Sozialkunde Musik Sport
evangelische Religion Geographie Kunst oder Ersatzkurs, wenn ein
Ethik     Attest vorliegt

 

Aus jeder der Spalten muss jeweils ein Fach gewählt werden.

Danach werden weitere Wahlpflichtfächer gewählt, die zwei oder dreistündig unterrichtet werden können, dabei stehen zur Auswahl, sofern nicht vorher schon angewählt:

 

zweistündig dreistündig
Musik Physik
Kunst Chemie
Sozialkunde Biologie
Geographie Englisch
Wirtschaftskunde Französisch
Astronomie Latein
Informatik Russisch
  Spanisch

 

Dabei müssen, damit ein Kurs entstehen kann, grundlegend 15 Schüler dieses Fach wählen.

Dabei macht es rein kurstechnisch keinen Unterschied, ob ich die Sprache und/oder die Naturwissenschaft als Grundkurs, oder als weiteres Wahlfach gewählt habe. Erst bei der Fächerwahl der schriftlichen Abiturprüfungen ist dies wichtig. Doch dazu später mehr.

 

Insgesamt muss man auf mindestens 34 und maximal 36 Schulstunden in der Woche kommen, dabei wählt man:

 

3x 5-stündige Kurse aus Kern- und Profilfächern = 15 Schulstunden

3x 3-stündige Kurse aus Kern- und Profilfächern = 9 Schulstunden

4x 2-stündige Kurse aus den obligatorischen Kernfächern = 8 Schulstunden

1×2/1×3/2×2 Wahlpflichtfächer = 2/3/4 Schulstunden

Bei einer 36 Stundenwoche besteht die Möglichkeit, eines der beiden zweistündigen Wahlpflichtfächer zu einem der vier Halbjahre abzuwählen, dieser wird später trotzdem auf dem Abiturzeugnis erwähnt.

→wenn man als Wahlpflichtfach ein dreistündiges dazu wählt, besteht nicht die Möglichkeit, einen weiteren Kurs zu wählen oder das dreistündige abzuwählen

Ich habe mich verwählt… Und jetzt?

Es gibt die Möglichkeit der Umwahl in den ersten zwei Wochen der 11. Klasse, dies ist fast kein Problem. Leider aber nur fast. Dadurch, dass jeder Schüler seinen individuellen Stundenplan hat, kann es sein, dass der umgewählte Kurs nicht in diesen passt. Schließlich werden die Stundenpläne so entwickelt, dass jeder, der einen bestimmten Kurs gewählt hat, diesen auch besuchen kann. Also ist es besser, von vornherein Klarheit über die Kurse zu haben und sich nicht noch einmal umzuentscheiden. Falls man nun aber doch merkt, dass der gewählte Kurs doch nichts für einen ist, kann man sich bei der Oberstufenkoordinatorin melden.

!Wichtig: eine Umwahl nach diesen zwei Wochen in der Elften ist nicht möglich. Jeder Kurs im Abitur muss seit der 11. Klasse gewählt worden sein!

 

Die Bewertung der Oberstufe findet in zwei Blöcken statt:
Block I beinhaltet den Unterricht vom ersten Schultag der 11. Klasse bis zum letzten in der 12. Dabei bleibt die Bewertung im 15-Punkte-System:

 

sehr gut (1) 15 14 13
gut (2) 12 11 10
befriedigend (3) 9 8 7
ausreichend (4) 6 5 4
mangelhaft (5) 3 2 1
ungenügend (6) 0    

 

Der unterpunktige Bereich geht von 0 bis 4 Punkten befindet.

Alle Kurse im Rahmen der Mindestbelegung (34 Stunden) der vier Kurshalbjahre werden in einfacher Wertung gezählt → alle Kurse sind gleichwertig. Eine zusätzliche Belegung KANN eingebracht werden und wird entsprechend verrechnet. Die bedeutet NICHT, dass man insgesamt mehr Punkte erreicht, denn aus allen eingebrachten Leistungen wird der Durchschnittswert ermittelt. Dieser wird mit 40 multipliziert und nach den mathematischen Regeln gerundet.

Wichtig: Es müssen mindesten mindestens 200 Punkte (5Px40) erreicht werden (von maximal 600 Punkten (15Px40), um an den Abiturprüfungen teilzunehmen.

Außerdem dürfen höchstens 20 von 100, also ein Fünftel der Kurshalbjahrsleistungen, mit weniger als 5 Punkten und keine der Kurshalbjahrsleistungen mit 0 Punkten bewertet worden sein, um zu den Prüfungen zugelassen zu werden. Das zählt auch, wenn ein Schüler wegen Ausfall nicht bewertbar (0 Punkte) ist.

Innerhalb der Fächer zählt die Klausur 40% und die sonstige Mitarbeit 60%.

Der Block II besteht aus der Abiturprüfung, also aus vier schriftlichen und einer mündlichen Prüfung.

Dabei müssen aus den Fächern Mathematik, Deutsch und Fremdsprachen zwei für die schriftlichen Prüfungen ausgewählt sein.

Außerdem dürfen schriftlich höchstens eine Fremdsprache und höchstens eine Naturwissenschaft geprüft werden. Sonst sind die Prüfungsfächer frei wählbar, wenn dabei beachtet, aus allen Kategorien der „weiteren Aufgabenfeldern“ je ein Fach zu wählen, egal ob schriftlich oder mündlich. Dabei gilt:

zum sprachlich-musisch-künstlerischen Aufgabenfeld gehören zum gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld gehören zum mathematisch- naturwissenschaftlich- technischen Aufgabenfeld gehören
Deutsch

Fremdsprachen

Musik

Kunst

Geschichte

Geographie

Sozialkunde

Philosophie

Wirtschaftskunde

Religion/ Ethik

Biologie

Chemie

Physik

Mathematik

Informatik

Astronomie

 

Und nun zu dem, was wohl alle am meisten interessiert, den Abiturprüfungen. Am Ende der Elften werden die ersten beiden Abiturfächer festgelegt, also diejenigen, welche schriftlich auf erhöhtem Leistungsniveau geschrieben werden. Dabei darf man aus den drei bis dato gewählten fünfstündigen Fächern auswählen.

Die weiteren Prüfungsfächer, also das dritte sowie das vierte, welche schriftlich auf Grundkursniveau geprüft werden, sowie das fünfte Fach, welches mündlich geprüft wird, werden erst später gewählt.

Dabei darf man für die beiden schriftlichen Abiturprüfungen auf Grundkursniveau aus den dreistündigen Fächern sowie aus dem einen übrig gebliebenen fünfstündigen auswählen.

Für die mündlichen Prüfungen stehen alle zweistündigen Fächer, sofern diese bereits in der zehnten Klasse gewählt wurden, zur Verfügung, sowie natürlich alle Fächer, die mehr als zwei Stunden unterrichtet wurden.

 

!Wichtig: Block I und Block II sind komplett getrennt, wenn man die Abiturprüfungen wirklich verhagelt und durchfällt, helfen auch nicht die zuvor gesammelten Punkte!

Der Wahlzettel, wie er jetzt ist, sowie die Auswahlmöglichkeiten können sich von denen der nächsten zehnten Klasse unterscheiden, da die jetzige angehende als Oberstufe als „Trendsetter“ darüber unterscheidet, ob manche Fächer, wie zum Beispiel Spanisch, nächstes Jahr eventuell nur als Grundkurs angeboten werden.

Ihr habt noch Fragen? Schreibt einen Kommentar. Entweder wissen wir es, oder wir fragen für euch nach.

 

Magdalena Tanneberger (10b)

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