Lunch mit den Lehrern – Thailand-Blog No. 3

Florentine hat die letzten Monate in Thailand verbracht, um eine Auszeit zu nehmen. Da von April bis Mai in Thailand die heißeste Zeit ist, haben die Schulen lange Ferien wie bei uns im Sommer. Danach beginnt der Monsun, also die Regenzeit. Doch bis die Schule anfing, hatte Florentine eine andere Beschäftigung:

Gymnastik in der Grundschule

Da meine (Gast-)Mom eine internationale „pre school“ hat, fahren wir dort jeden Tag zum Helfen mit hin. Es ist praktisch eine Mischung aus Grundschule und Kindergarten. Die Kinder sind ungefähr im Kindergartenalter, aber machen vormittags Unterricht wie in der Grundschule.

Da Thais echt nicht gut Englisch können (sie bemühen sich zwar sehr, trotzdem klingt es mehr nach Thai als nach Englisch), haben sie zwei Englischlehrer. Zwei Männer aus Kanada. Einer der beiden  kann sogar Französisch, zu meiner Freude, denn so verlerne ich es hoffentlich nicht. Jedenfalls unterrichte ich die Kinder jetzt auch in Englisch und Sport. Naja Sport ist  in erster Linie Gymnastiktanz und Spiele spielen, aber es macht trotzdem super viel Spaß mit den Kindern.

Die pre school und die Kinder sind ziemlich gut für mich, um Thai zu lernen. Ich habe das Gefühl, schon ganz gute Fortschritte gemacht zu haben, obwohl ich erst wenige Tage hier bin. Natürlich kann ich noch nicht wirklich sprechen, aber ich verstehe schon einiges und das Alphabet probiere ich auch gerade zu lernen, was leichter als gedacht ist.

Wie ich mich mit den Lehrern angefreundet habe:

Heute war ich mit meiner Ansprechpartnerin von der Organisation meine Schuluniform kaufen. Die besteht aus einem knielangen dunkelblauen Rock, einer hellen Bluse (mit aufgesticktem Namen und Klasse), schwarzen (unbequemen,warmen) Schuhen und weißen Socken. Nicht zu vergessen: Schmuck darf nicht getragen werden sowie Schminke und Tattoos. Dafür muss man aber  als Mädchen eine blaue Schleife im Pferdeschwanz tragen. Dutt, offene Haare und andere Frisuren sind eigentlich nicht erlaubt. Jungs müssen kurze Haare haben und dürfen keinen Bart tragen.

Nachdem wir die Uniform gekauft haben, sind wir zur Schule gefahren, weil meine Ansprechpartnerin dort Englischlehrerin ist. Die Schule ist riesig… Ich will nicht übertreiben, aber bestimmt vier Mal so groß wie unsere. Es sind ungefähr 3000 Schüler und ziemlich überwältigend. Auch da ist alles ziemlich offen und weitläufig. Es gibt einen großen, gepflegten, grünen Schulhof mit vielen Bäumen und Sitzmöglichkeiten und einen Buddharaum (einen ziemlich großen) hab ich auch schon gesehen.

In einem modernen Künstlercafé der Schule haben wir uns mit vier Lehrern getroffen und uns kurz unterhalten. Danach sind wir weiter zu einem Tisch an dem einige Schüler und zwei Chinesen saßen.
Die beiden kamen sofort zu mir. Der eine der beiden meinte: „Hey my name is … (hab ich vergessen 😀 ) but you can call me Harry and this is Linh.“ Okay, Harry und Linh also. Im späteren Verlauf unseres Gesprächs stellte sich heraus, dass beide Chinesisch-Lehrer an meiner Schule, aber kaum älter als ich sind. So hab ich mich jedenfalls mit Linh und Harry angefreundet.

Wir mussten dann aber leider weiter, weil wir zum Lunch verabredet waren. Letztendlich waren wir dann mit einem Teil des Lehrerkollegiums in irgend so einem fancy Restaurant. Keine Ahnung wieso aber die haben mich dann einfach mit geschleift. Ich glaube, wenn ich welche von denen jetzt im Unterricht bekomme, kann ich die nicht mehr so ganz ernst nehmen. Vor allem aufgrund ihrer Gesprächsthemen.
Zwischendurch haben wir auch noch kurz die Schulleiterin getroffen und so hab ich die auch noch kennengelernt.

Komischerweise freue ich mich auch schon darauf, dass die Schule bald anfängt. Aber das liegt wahrscheinlich eher daran, dass ich dann Thais in meinem Alter kennenlerne und hoffentlich Freunde finde, aber da hab ich keine Bedenken.

 -Flori

→der erste und →zweite Teil des Reiseberichts

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