Podiumsdiskussion Oberbürgermeisterwahl

Am Mittwoch den 25.09. durften der 10. Und 11. Jahrgang wieder einmal eine Podiumsdiskussion, von der KSJ organisiert, erleben. Diesmal ging es um die Bürgermeisterwahl, die demnächst am 13.10 für alle Bürger Halles über 16 stattfindet.
Für die bereits Wahlberechtigten unter den Zuschauern war es also besonders interessant zu sehen, für was die einzelnen Kandidaten so stehen und wie sie sich durchsetzen. Es war eine sehr gelungene Podiumsdiskussion, die schön moderiert und strukturiert, zu einem lohnenswerten Ereignis wurde.
Hier einen kleinen Überblick über die Aussagen der Kandidaten.
Dabei waren:

Bernd Wiegand, 62, parteillos
Er war Oberbürgermeister in der letzten Amtsperiode und möchte dieses Amt weiter bekleiden. Seine bisherige Politik möchte er dafür fortsetzen jedoch hat er bereits einige neue Pläne für die Stadt Halle. Im Laufe der Diskussion hat sich Bernd Wiegand besonders für ein Freiraumkonzept für alle Generationen, wo man sich treffen kann, für einen stärkeren Ausbau von Sicherheitsinstanzen, wie Ordnungsamt und Polizei, und für den Ausbau von Radwegen in Halle ausgesprochen.

Daniel Schrader, 36, parteillos
Daniel Schrader baut viel auf Kommunikation mit allen Generationen. In Halle setzt er sich besonders für Außenbezirke ein, die mehr integriert werden sollen, sowohl von Infrastruktur, als auch was Attraktivität angeht. Er möchte eine höhere Ausbildungsquote und mehr Nachwuchs vor allem bei öffentlichen Instanzen, wie Polizei und Feuerwehr. Des Weiteren setzt er sich dafür ein, den ÖPNV über das Wochenende kostenfrei zu gestalten, um besonders die Innenstadt auch ohne Auto attraktiver zu machen.

Hendrik Lange, 42, unterstützt von Die Linke, SPD und Bündnis 90 Die Grünen
Hendrik Lange bringt von seinem Amt als Landtagsabgeordneter schon ein wenig Erfahrung mit und kann bei vielen bereits getätigten Projekten direkt anknüpfen, da er vorher öfter mal involviert war. Lange setzt sich vor allem für die Förderung städtischer Wohngesellschaften ein und möchte dort das Wohnen für jede, egal von sozialer oder finanzieller Lage, möglich machen. Außerdem äußerte er, das zum Thema Sicherheit viel zu tun ist, wobei besonders die Fahrraddiebstähle und das Ordnungsamt Erwähnung fanden. Auch möchte er eine autofreie Innenstadt mit vielen Radwegen, die auch in den Außenbezirken ausgebaut werden sollen.
Alles in allem setzt er sich für bessere Bildung, klimagerechte Verkehrswende und transparente und demokratische Politik ein.

Andreas Silbersack, 51, FDP
Andreas Silbersack ist der Meinung, dass Halle noch großes Potenzial für Entwicklung hat und dieses möchte er nutzen, um Halle attraktiver zu machen. Vor allem spricht er sich für Weltoffenheit aus und möchte Investoren nach Halle holen. Auch innerhalb von Halle möchte er mehr Ausgleiche, indem er Stadtteile wie Neustadt oder Silberhöhe attraktiver macht. Als Vorbild nennt es Hamburg, das ähnliche Entwicklungen erfolgreich durchlaufen hat. Silbersack setzt sich für einen Mischverkehr ein, bei dem das Auto trotzdem eingeschränkter werden soll als jetzt und Fahrradwege ausgebaut werden sollen.

Falko Kadzimirsz, 46, Freie Wähler
Auch Falko Kadzimirsz hat viele Pläne für Halle. Dabei betrachtet er die Dinge oft rational und unterscheidet zwischen unrealistischen und realistischen Plänen. Die Finanzierung spielt bei ihm eine Rolle. Falko Kadzimirsz ist für Kulturhäuser für alle Generationen, die bessere Nutzung der bisher vorhandenen Besatzung an Polizisten, die bisher seiner Meinung nach eher unvorteilhaft genutzt wurde, und für eine stärkere Integrierung der Außenbezirke von Halle. Kadzimirsz setzt sich dafür ein, dass öffentliche Verkehrsmittel schneller und somit attraktiver werden und er möchte, dass vor allem Busse, nach Vorbild Italiens, von Diesel auf nachhaltigere Methoden, wie Wasserstoff, umsteigen.

Dörte Jakobi, 32, Die Partei
Dörte Jakobi hat sich eher selten geäußert, doch steht sie dafür, dass das Quartiersmanagement gesteigert werden soll, dass „dunkle Ecken“ besser beleuchtet werden sollen, um das Sicherheitsgefühl der Bürger zu stärken, und dass statt dem Autofahren doch auch Rikschafahrer eingeführt werden können .

Magdalena Ritter (11)

 

 

Kommentar zur Podiumsdisskusion Dominik Haberland (12) ,Moderstor:

Vor unserer Podiumsdiskussion hatte ich die meisten Kandidaten für das Oberbürgermeisteramt noch nie gesehen. Somit war ich zu Beginn vor allem etwas aufgeregt, ob ich wohl alle als Kandidaten erkennen werde. Doch als das Gespräch begann, legte sich die Anspannung vor allem deshalb, weil alle Kandidaten zu unseren ausgewählten Themen mehr als genug zu sagen wussten und auch mal mehr und mal weniger deutlich ihre Unterschiede aufzeigten. Somit kam in der ganzen Zeit ein gewisser Redefluss auf, ohne dass man selbst als Moderator zu viel lenken musste. Froh war ich am Ende vor allem deswegen, weil das Zeitmanagement, welches man vorher nicht immer planen kann, relativ gut aufging und wir zum Glück fast keine wichtigen Themenschwerpunkte auslassen mussten.

 

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