Schüleraustatausch nach Armenien

Deutsch- armenischer Austausch

Am Montag, dem 11. Juni 2018, haben in der dritten Stunde die Teilnehmer des deutsch- armenischen Austauschs uns ihre Heimat vorgestellt, wobei wir, die Schüler, welche Russisch als Fremdsprache gewählt haben, sowie die Schüler, die bei den teilnehmenden Lehrern haben, umfasst.

Mit den uns besuchenden Schülern ist damit der offizielle Startschuss für diesen Austausch der besonderen Art gestartet, dessen Idee bereits seit dem Dezember 2016 im Raum stand. Bis jetzt gab es nämlich keinen Schüleraustausch für die Schüler der Russischkurse. Dies ändert sich jetzt.

Unter anderem haben die russisch lernenden Schüler und Schülerinnen des elften Jahrgangs und dort ihre Sprachkenntnisse auf die Probe zu stellen, aber auch Schüler, die nicht Russisch lernen, im September zum ersten Mal die Möglichkeit, nach Armenien zu reisen, wobei, dies stimmt nicht ganz. Bereits im April reisten ein paar Schüler unseres Gymnasiums nach Armenien, Yerevan, um den Schüleraustausch vorzubereiten und die Verbindung zwischen den beiden Schulen zu stärken.

Bei unserer Partnerschule oder besser gesagt am ganzen Schüleraustausch gibt es, wie schon erwähnt, einige Besonderheiten. So handelt es sich bei unserer Partnerschule in Yerevan, das State Humanitarian College, um eine berufsbildende Schule, in welcher die Schüler unter anderem zwischen den Bereichen Kunst/ Design, Sachbearbeitung, Linguistik, oder Tourismus wählen können. Bei uns in Halle besuchen sie deswegen nicht die Schule, sondern haben die Möglichkeit, ein Praktikum zu machen und ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Diese waren auch bei der Präsentation bewundernswert, besonders unter dem Umstand, welchen wir erst am Ende erfuhren: Die Schülerinnen lernen die Sprache erst seit anderthalb Jahren. Wie Frau Model richtig bemerkte, sollten wir uns vielleicht ein Beispiel an diesen Mädchen nehmen, welche unsere Muttersprache schon weitestgehend flüssig sprechen konnten.

In der etwas über 45-minütigen Präsentation stellten sie uns ihre Schule, also deren Möglichkeiten der Ausbildung, sowie deren Aufbau und Freizeitangebote vor. Besonders schwärmten die Schülerinnen von dem Hof, welcher zu einem Großteil eher ein Park ist und auf welchem man super Schneeballschlachten im Winter machen kann. Wie Herr Mingenbach aber bereits bemerkte, ist dieses Winterspiel bei uns verboten.

Auch gaben sie ehrlich zu, dass sie, wenn sie keine Lust auf ihren Unterricht haben, die Unterrichtszeit in der Mensa ihrer Schule verbringen.

Ebenso stellten sie uns Armenien generell und berühmte Personen aus diesem Land vor.

Genauso viele Informationen erhielten wir über ihre Heimatstadt, Yerevan, und über ihre Bräuche und Tänze, von welchen sie uns auch einen zeigten. Nach dem ersten Vormachen durften die Schüler mitmachen, wenn sie wollten. Man kann aber nicht bestreiten, dass es die Armenierinnen deutlich besser hinbekamen als wir.

Genauso toll war die Tatsache, dass sie uns etwas von ihrem traditionellen Essen mitgebracht hatten.

Was auch noch erwähnt werden muss, ist das Geschenk unserer Austauschschule. Unsere Gäste brachten uns nämlich ihr Alphabet mit, und zwar gezeichnet. Die Buchstaben werden auf diesem mit Vögeln dargestellt, aber auch der aus vielen einzelnen Mustern bestehenden Rahmen ist beeindruckend. Ich bin ja mal gespannt, wo dieses Alphabet aufgehängt wird.

Im September steht dann die Reise unserer Schüler nach Armenien an, wo sie von den Schülerinnen herumgeführt werden und die Schule sowie die Stadt kennen lernen.

Vielleicht ist der Austausch für einige noch ein weiterer Grund, Russisch als Fremdsprache zu wählen bzw. zu behalten.

 

Magdalena Tanneberger (9b)

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